Insel bass rock || Foto: Ingi Finnsson

Der lyrische Bass

Wie lange ich diese Wortkombination mit mir herumtrage, weiß ich nicht mehr. Es hat immer wieder Anläufe gegeben, daraus etwas zu machen; lyrisch, als Kurzgeschichte, als Sudelbuch. Sogar an ein Romanthema dachte ich. Aber es war aber nie stimmig. Aber dann war da diese Runde mit dem Hund, bei der ich einen Podcast mit dem Rapper Ben Salomo hörte. Er stellte u.a. sein Lied Identität vor…und dies fügte in meinem Kopf alles zusammen.

Der Ton eines Basses erinnert mich manchmal an ein Ausrufezeichen, an einen Pin in der Landkarte, ein Statement. Der lang des Basses ist etwas, dem ich mich nicht entziehen kann und mag. Und darum soll es in dem Sudelbuch gehen:

Ich nehme das Wort Bass sammle dazu Textstellen aus Literatur, Erinnerungen, Zitate, Songs & Texte, Audioaufnahmen, stelle dies alles mit der Intention zusammen, daraus etwas kreativ zu erschaffen. Das kann dann Lyrik sein, ein Podcast, ein Hörspiel, oder auch eine neue Geschichte in lang bzw kurz. Oder einfach alles zusammen als Collage.

Warum das Wort Bass? Wie das mit Eingebungen manchmal so ist; sie kommen irgendwo her und reisen oft unbeachtet weiter. Diese ist geblieben.
Ein anderer Ansatz: mir liegen die eher tiefen Stimmlagen. Sie führen mich leicht, ich bin schnell im Takt. Bass ist ein altes Wort für weiter und sehr. Es klingt zudem noch im Wort besser durch.

Wenn dieses Sudelbuch dann irgendwann geschlossen wird, darf es wie eine Langspielplatte sein und klingen. Mal sehen ob und wie das gelingt.

Wer sagt heute eigentlich noch: ich bin bass erstaunt. Das würde ich gern zum Abschluss des Sudelbuchs sagen.

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