Der Wind. Wie er wohl aussehen mag?

“Den Wind will ich malen, so wie er ist; wie er die Trommel rührt und in sein Muschelhorn bläst, dass die Blätter kopfüber, kopfunter über die Hecken springen und in kapriziösen Wirbeln über die Gassen tanzen und mit einem Male wie Winterflocken in die Weite stieben, grenzenlos; die Menschen aber ducken sich und kuschen sich und halten in den Nächten die Augen offen, wenn er mit seinen weißen Zähnen die Drähte fasst und pfeift, die Ziegel hebt und mit Gepolter zu Boden wirft!”

Oliver Simon

07.August

Heute gab mir die Frau Bögli eine subtile Aufgabe an die Hand. Wie immer lag der Zettel nach dem Aufwachen auf dem Küchentisch. Die Kaffeetasse leer aber nicht weggeräumt.
Diese Frau hat gut reden. Wie soll ich den Wind malen? Welche Farbe hat er und wie finde ich es heraus? Wie sieht Wind aus, wenn nicht auf etwas trifft und darauf einwirkt? Zum Glück trifft er hier stetig auf Widerstände.

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