Kategorie: AD

  • ich kann gedichte nicht ausstehen.

    ich kann gedichte nicht ausstehen.

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    ich bin im wald, stehe vor einem innerwald. nach einer intensiven forsternte bildeten sich so viele junge bäume, dass — von außen betrachtet — ein wald im wald entstanden ist. die bäumchen scheinen sich gegenseitig licht und raum zu nehmen, alles grau, trocken und dunkel. es gilt sich zu konzentrieren, denn hier geht es durch,…

  • Ruth Frobeen – Irmelin Fuchs

    Ruth Frobeen – Irmelin Fuchs

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Der schmale Band bewegt sich zwischen Roman und längerer Erzählung. Die Handlung setzt im Sommer 1939 in New York City ein. Die neunzehnjährige Irma Sabrina Fuchs erwacht nach einem Koma in einem Altersheim, ohne jede Erinnerung an ihre Herkunft, ihre Familie, ihr früheres Leben. Sie verlässt das Heim und findet eine Anstellung bei der blinden…

  • Nâzım Hikmets Menschenlandschaften – 1

    Nâzım Hikmets Menschenlandschaften – 1

    Lesezeit:

    4–7 Minuten

    Die vergessenen Bücher und der Zug durch Anatolien | Manchmal braucht es den Hinweis eines anderen, um im eigenen Regal wiederzufinden, was längst hätte gelesen werden sollen. Bei mir war es ein Nebensatz auf der Website von Volkmar Mühleis, der Nazim Hikmet erwähnte – und mir fiel ein: Die Bücher stehen ja hier. Schon lange.…

  • Volkmar Mühleis – VON EINEM BUCH  ZUM ANDERN  WANDERN

    Volkmar Mühleis – VON EINEM BUCH ZUM ANDERN WANDERN

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    VON EINEM BUCH ZUM ANDERN WANDERN hunderte von Seiten lang durch die Pariser Vorstädte zurück in Büchners Zeit über Gedichte hinter dem Eisernen Vorhang mitten durch ein Ideen-Gewimmel aus Reiselust einen Blick auf Rom werfen, um wieder bei einer Tasse Tee den Vögeln zu lauschen, Nachbarn in ihrem Kommen und Gehen, auf dem Sofa, das…

  • Sike – Kartographie

    Sike – Kartographie

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Kartographie ist die deutsche Erstveröffentlichung der 2019 in Argentinien erschienenen Graphic Novel Cartográfica des Illustrators und Comic-Künstlers Sike (Übersetzung: Lea Hübner, avant-Verlag, 128 Seiten, Hardcover). Die Erzählung setzt ein, als ein junger Mann ins Buenos Aires der späten 2010er Jahre kommt – eine Stadt unter Inflationsdruck, geprägt von Protestbewegungen und wachsender sozialer Unsicherheit. Zunächst streift…

  • Zwei Wege, Atlantis zu lesen? Wisława Szymborska trifft Nathalie Schmid

    Zwei Wege, Atlantis zu lesen? Wisława Szymborska trifft Nathalie Schmid

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Atlantis ist einer dieser Orte, die weniger durch Geografie existieren als durch Sprache. Je mehr über ihn gesprochen wurde, desto unauffindbarer wurde er. In der Lyrik taucht Atlantis deshalb selten als Schauplatz auf, sondern als Denkbewegung: als Frage nach Ort, Gewissheit und Verortung überhaupt. Zwei Gedichte – eines von Wisława Szymborska (Atlantis), eines von Nathalie…

  • Jane Wels – Lilith

    Jane Wels – Lilith

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Ein Gedicht von Jane Wels – auf Instagram von ihr geteilt – fragt nach einem Raum, in dem Sprache nicht mit Worten angefüllt ist. Das ist keine rhetorische Frage. Es ist eine, die Widerstand leistet gegen schnelle Antworten. Eine Annäherung. Die naheliegende Versuchung wäre, das Gedicht inhaltlich aufzulösen – aber bei Jane Wels funktioniert der…

  • Udo Degener – Meine Gedichte sind

    Udo Degener – Meine Gedichte sind

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Der Text setzt mit einer Wiederholung ein. Jede Zeile beginnt gleich, und doch verschiebt sich der Gegenstand fortlaufend. „Meine Gedichte sind“ markiert keinen festen Besitz, sondern einen Ort, an dem immer wieder neu angesetzt wird. Die Gedichte werden nicht erklärt, sondern in Umlauf gebracht. Zunächst tauchen sie als Material auf: Schreibmaschinenpapier, eine genaue Sorte, versehen…

  • Elisabeth Wesuls – Geschichte

    Elisabeth Wesuls – Geschichte

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    Tarnung, Enttarnung und das Unheimliche der Kontinuität. Annähernd gelesen | Beim ersten Lesen von Elisabeth Wesuls Miniatur gibt es diesen Moment des Innehaltens. Fast eine Schrecksekunde. Nicht wegen der historischen Kulisse, nicht wegen der Ideologie. Sondern wegen eines Namens. Zunächst bleibt alles im Bereich des Hörensagens. „Man erzählt“, „manche sagen“, „die Leute, die das erzählen“.…

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