Kategorie: bewegt lesen

Anhand konkreter Lektüre versuche ich meine Zugänge zu einem Text zu finden. Ich lese also aktiv. Ziel ist es durch das Lesen in Bewegung zu kommen: im Kopf, mit dem Körper, mit dem „Herzen“. Meine Idee, Überlegungen dazu halte ich in dieser Rubrik fest: als Arbeitstagebuch.

  • Wenn das Licht den Raum gibt

    Wenn das Licht den Raum gibt

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Am frühen Morgen sah ich im Garten eine vertrocknete Stockrose stehen, unbewegt, unbeirrt. Ein Zimmerlicht fiel schräg von außen auf ihr verblasstes Kleid, und plötzlich wirkte sie nicht mehr ausgebrannt, sondern strahlend. Dieses Strahlen entstand nicht aus der Pflanze selbst, sondern im Zusammenspiel von Körper, Licht und Blick: ein Raum wurde ihr gegeben, und sie…

  • Literatur aus Fotografien

    Literatur aus Fotografien

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Bei der Lektüre von John Bergers und Jean Mohrs Eine andere Art zu erzählen stellte sich mir eine Frage: Gibt es Literatur, die überwiegend aus Fotografien besteht – ähnlich wie Comics oder Graphic Novels ihre Geschichten in Bildern erzählen? (Damit meine ich nicht die Foto-Love-Story aus der Bravo die ich in meiner Jugend nicht las.)Die…

  • Autobiografie als Spur

    Autobiografie als Spur

    Lesezeit:

    6–9 Minuten

    Schreiben jenseits der Erinnerung I. Das Problem mit dem Erinnern Wenn Frank Witzel vom Erinnern als „diffuser und unzureichender Prämisse für das Schreiben“ spricht, meint er zunächst das aktive, willentliche Erinnern: Ich setze mich hin, rufe meine Vergangenheit ab, konstruiere aus Fragmenten eine Geschichte. Dieses autobiografische Schreiben ist Arbeit am Material der Erinnerung – Auswahl,…

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