Kategorie: bewegt lesen
Anhand konkreter Lektüre versuche ich meine Zugänge zu einem Text zu finden. Ich lese also aktiv. Ziel ist es durch das Lesen in Bewegung zu kommen: im Kopf, mit dem Körper, mit dem „Herzen“. Meine Idee, Überlegungen dazu halte ich in dieser Rubrik fest: als Arbeitstagebuch.
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Sarah Kirschs Gedichte verstehen – Eine Annäherung
Lesezeit:
4–7 MinutenWer zum ersten Mal ein Gedicht von Sarah Kirsch liest, steht oft vor einem Rätsel. Da ist die Rede von Bäumen und Vögeln, von Wetter und Landschaften – aber irgendwie schwingt da mehr mit, als man auf den ersten Blick sieht. Wie kann man sich dieser eigenwilligen Dichterin nähern, die aus der DDR stammte und…
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lonesome journalist
Lesezeit:
4–7 MinutenEine literarische Spurensuche | Als Kultur- und Literaturblogger begegne ich immer wieder Romanen, die mehr sind als nur fiktive Geschichten – sie sind Spiegel der Medienrealität und zugleich Sehnsuchtsorte für das, was der Journalismus verloren zu haben scheint. Hansjörg Schertenleibs Roman „Der Papierkönig“ ist ein solches Werk: eine literarische Meditation über die Einsamkeit des recherchierenden…
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Atmen, Handeln, Lesen: Michael Fehr und das bewegte Lesen
Lesezeit:
3–4 MinutenLaut gedacht | Ein Plädoyer für das körperliche Erleben von Literatur Der Atem gehört zum Erzählen «In der Schriftkultur haben wir völlig vergessen, dass der eigentliche Inhalt von Erzählung der Atem ist», sagt der Schweizer Autor Michael Fehr. Das klingt erst mal seltsam. Aber Fehr hat einen Punkt: Geschichten kommen aus dem Körper. Aus Atem,…
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Lithopoesie – Steine Geschichten erzählen lassen
Lesezeit:
2–4 MinutenSteine zu sammeln ist fast alltäglich für mich. Meistens sind diese Fundstücke mehr als Dekorationsobjekte. Irgendwann bin ich auf die Lithopoesie – zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern lithos (Stein) und poiesis (Dichtung) – gestoßen. Sie macht Steine zu literarischen Partnern: Geologie und Imagination, Fundort und Fiktion verbinden sich dabei. Die Idee ist einfach: Jeder gefundene…
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Lesen nach Hélène Cixous
Lesezeit:
1–2 MinutenIch greife nach Kafkas Verwandlung,der Einband, vertraut,schon wissend: Gregor, Käfer, Entfremdung. Doch heute steht die erste Zeilewie ein Fremder an der Tür. „Als Gregor Samsa eines Morgens …“ Ich stehe am Rand meines Wissens,warte einen Moment–überschreite dann über die Linie,die ersten bekannten Bilder kippen,der Text arbeitet. Ich lese mit dem Herzen eines Menschen,der noch keinen…

