Kategorie: Nathalie Schmid – Lyrik

  • Nathalie Schmid – es ist alles

    Nathalie Schmid – es ist alles

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Nathalie Schmids Gedicht arbeitet mit elementaren Bildern – Erde, Regen, Tag und Nacht – und setzt eine Gewissheit voraus, die es nicht erklärt. Das macht den Text offen und gleichzeitig präzise. Das lyrische Ich beginnt mit einer Feststellung: „es ist alles schon in mir / wonach ich suche / es ist bereits vorhanden“. Der Text…

  • Zwei Wege, Atlantis zu lesen? Wisława Szymborska trifft Nathalie Schmid

    Zwei Wege, Atlantis zu lesen? Wisława Szymborska trifft Nathalie Schmid

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Atlantis ist einer dieser Orte, die weniger durch Geografie existieren als durch Sprache. Je mehr über ihn gesprochen wurde, desto unauffindbarer wurde er. In der Lyrik taucht Atlantis deshalb selten als Schauplatz auf, sondern als Denkbewegung: als Frage nach Ort, Gewissheit und Verortung überhaupt. Zwei Gedichte – eines von Wisława Szymborska (Atlantis), eines von Nathalie…

  • Fragmentarische Re-Inszenierung – Mit fremden Worten antworten

    Fragmentarische Re-Inszenierung – Mit fremden Worten antworten

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    Nathalie Schmid: „die namen der eisheiligen“ Aus: Atlantis lokalisieren (Gedichte), Wolfbach Verlag, Zürich 2011 Es gibt Gedichte, bei denen reicht es nicht, über sie zu sprechen. Man muss durch sie hindurch. Man muss ihre Wörter durch die eigenen Hände gehen lassen, sie neu zusammensetzen, ihren Rhythmus im eigenen Körper spüren. Die fragmentarische Re-Inszenierung ist keine…

  • Das Rollengespräch – Wenn das Gedicht widerspricht

    Das Rollengespräch – Wenn das Gedicht widerspricht

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    Nathalie Schmid: „die namen der eisheiligen“ Aus: Atlantis lokalisieren (Gedichte), Wolfbach Verlag, Zürich 2011 Ich beginne mit dem Titel. „Die namen der eisheiligen“ – kein Artikel, alles kleingeschrieben. Die Eisheiligen kennen wir: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius, die Kalte Sophie. Heilige, die im Mai für Kälte stehen, für letzte Fröste, bevor der Frühling wirklich kommt.Aber das…

  • Aus dem Reifen treten – Lyrik von Nathalie Schmid

    Aus dem Reifen treten – Lyrik von Nathalie Schmid

    Lesezeit:

    5–7 Minuten

    Abstammung bedeutet nicht nurvon Männern über Männer zu Männern.Abstammung bedeutet auchmeine Gewaltgegen mich eine Hetze.Abstammung: Immer nochaus Sternenstaub gemacht. Immer nochsehr komplex. Immer nochauf die Spur kommend.Abstammung im Sinne von:Ring um den Hals eher auf Schulterhöheein loser Reifen. Ein Reifenden man fallen lassen kannaus ihm hinaustreten und sagen:Das ist mein Blick. Das ist meine Zeit.Das…

  • Atlantis lokalisieren – Nathalie Schmid

    Atlantis lokalisieren – Nathalie Schmid

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    LektüreNotizen | Der Titel Atlantis lokalisieren klingt nach poetischem Forschungsauftrag. Dieses ‚Lokalisieren‘ meint weniger eine geografische Suche als einen schöpferischen Akt, der sich in Lyrik, Kunst und jeder anderen Form der Kreation vollzieht – und dessen Scheitern bereits einkalkuliert. Atlantis: ein Ort, der in Legenden existiert, in Spekulationen, in Wunschbildern. Ein Ort, der verschollen ist,…

  • Zeilen und Klänge

    Zeilen und Klänge

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Eine Handreichung zum Finden von Musik zu Gedichten. Für alle, die glauben, dass ein Gedicht klingen kann – auch nach außen hin. 1. Nicht die Playlist, sondern das Echo suchen Ein Gedicht wie „herbrig„ ist keine Liedvorlage und kein Musikvideo. Es ist ein „Echo-Raum“, der nach Resonanz sucht. Wer dazu Musik finden möchte, beginnt am…

  • Im Dialog mit Gedichten – Eine Einladung

    Im Dialog mit Gedichten – Eine Einladung

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Ich sitze vor einem Gedicht und verstehe es nicht. Oder: Ich verstehe es vielleicht, aber ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Die klassische Herangehensweise wäre jetzt: Stilmittel finden, Metaphern deuten, eine Interpretation formulieren. Aber genau das fühlt sich falsch an – als würde ich dem Gedicht etwas überstülpen, statt wirklich mit ihm in…

  • Nathalie Schmid – die namen der eisheiligen

    Nathalie Schmid – die namen der eisheiligen

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Versuch schulisch zu lesen | Nathalie Schmids Gedicht „die namen der eisheiligen“ ist eine dichte lyrische Miniatur, die existenzielle Verlusterfahrung in einer poetischen Collage aus Stadt- und Naturbildern verarbeitet. In freier Form, ohne Satzzeichen oder konventionelle Struktur, oszilliert das Gedicht zwischen Bewegung und Erstarrung, zwischen Geräuschkulisse und sprachloser Introspektion. Es thematisiert das Ringen um Orientierung…

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