Kategorie: Angeregte Dialoge

Literatur ist für mich weit mehr als reine Information und Unterhaltung – sie ist ein Quell der Inspiration und Anlass für lebendige Gespräche, sowohl innere als auch äußere. Anstatt in der stillen Rezeption zu verharren, nutze ich die Kraft der Texte, um mein eigenes Denken anzustoßen und neue Perspektiven zu gewinnen.

In dieser Rubrik versammle ich Arbeiten, die aus solchen Begegnungen entstanden sind – in Worten, Bildern, Tönen. Sie sind keine Rezensionen, sondern eigenständige Antworten: Spuren eines Dialogs, der zwischen den Zeilen stattfindet und nach verschiedenen Ausdrucksformen sucht.

  • Jane Wels

    Jane Wels

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Keiner meiner Tage läuft ab. […] lasse ich Strukturen einfach ineinander verlaufen. Schaue ihnen zu, wie einem Aquarell, welches seinen Goldenen Schnitt selbst formt. Jane Wels beschreibt ihr Leben nach dem Ende ihrer therapeutischen Praxis als bewusste Entscheidung für das Fließende, das Unstrukturierte. 1955 in Mannheim geboren, lebt und schreibt die Lyrikerin heute im Nordschwarzwald…

  • Widerstand gegen Femizide: Von historischen Gegenstimmen zu aktuellen Bewegungen

    Widerstand gegen Femizide: Von historischen Gegenstimmen zu aktuellen Bewegungen

    Lesezeit:

    2–4 Minuten

    Ein erster – zugegeben oberflächlicher – Überblick. Ausgangspunkt ist das Gedicht BECKENENDLAGE von Kathrin Niemela. Drekkingarhylur, Island Zwischen 1618-1749 wurden mindestens 18 Frauen im Drekkingarhylur (Ertränkungsbecken) in Þingvellir hingerichtet. Während Frauen das Ertrinken erwartete, wurden Männer für ähnliche Verbrechen enthauptet – ein deutlicher Hinweis auf geschlechtsspezifische Bestrafung. Frauen wurden wegen Ehebruch oder unehelicher Kinder angeklagt,…

  • Marina Büttner

    Marina Büttner

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    „So bin ich die Unruhe der Zurückgebliebenen.“ – Dieser Satz steht am Ende eines Gedichts aus der WORTSCHAU #44, und er zeigt, wie Marina Büttner schreibt: ohne Umschweife, mit einer Direktheit, die sich erst Tage später ganz entfaltet. Ihre Texte sind keine sanften Landschaftsbeschreibungen – sie sind Selbstgespräche, die an die Oberfläche drängen, handgeschrieben, getuscht,…

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