Die Verbindung zwischen der Farbe Lila im Gedicht Aussicht auf Leben und Gleichberechtigung von Safiye Can und Die Farbe Lila (Buch/Film) von Alice Walker ist eher indirekt. Dennoch gibt es Überschneidungen in der Symbolik:
Alice Walkers Roman Die Farbe Lila (1982) & Film (1985) erzählt vom Überleben und Empowerment/Ermächtigung einer schwarzen Frau (Celie) – heute PoC? – im rassistischen und sexistischen Süden der USA.
Lila steht hier für Spiritualität, Würde und weibliche Autonomie (Celie entdeckt ihre Kraft durch Liebe zu einer Frau und Selbstwert). Alice Walker verbindet die Farbe mit Queerness, Heilung und Widerstand.
Lila im Feminismus (deutschsprachiger Raum)
Ursprung: In den 1970ern übernahmen deutsche Feministinnen Lila aus der US-Lesbenbewegung („Lavender Menace“), wo es für queere Sichtbarkeit stand.
Bedeutung:
Kreativität & Utopie („lila Latzhosen“ der Frauenbewegung)
Protest (z. B. bei Demonstrationen)
Solidarität (ohne explizit heteronormativ oder weiß zu sein)
Verbindung zwischen beiden?
Gemeinsamkeit: Beide nutzen Lila als Gegenfarbe zu patriarchaler Dominanz („lila statt blau/rosa“).
Unterschied: Walkers Die Farbe Lila ist eine individuelle Befreiungsgeschichte.
Das Gedicht nutzt Lila als kollektives Symbol („Die Welt muss lila werden“ = Systemwechsel).
Popkulturelle Prägung
Der Film (1985 mit Whoopi Goldberg) machte die Farbe weltweit als feministisches Symbol bekannter – auch in Deutschland.
Allerdings war Lila hier schon vorher in Gebrauch (z. B. durch die Frauenfriedensbewegung der 1980er).
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