Kategorie: Angeregte Dialoge
Literatur ist für mich weit mehr als reine Information und Unterhaltung – sie ist ein Quell der Inspiration und Anlass für lebendige Gespräche, sowohl innere als auch äußere. Anstatt in der stillen Rezeption zu verharren, nutze ich die Kraft der Texte, um mein eigenes Denken anzustoßen und neue Perspektiven zu gewinnen.
In dieser Rubrik versammle ich Arbeiten, die aus solchen Begegnungen entstanden sind – in Worten, Bildern, Tönen. Sie sind keine Rezensionen, sondern eigenständige Antworten: Spuren eines Dialogs, der zwischen den Zeilen stattfindet und nach verschiedenen Ausdrucksformen sucht.
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Guido Zernatto || Gebet
Lesezeit:
4–6 MinutenIch bete zu Gott, weil in seiner Hand Mein Sein ist, mein Leib, mein Gefühl, mein Verstand, Mein Hoffen, mein Trachten zu jeglicher Stund Und ohne ihn redet kein Wörtlein mein Mund. Ich bete zu Gott, weil das Firmament Kein Licht und kein Lebendsein ohne ihn kennt; Ohne ihn steigt kein Tag auf den Bergen…
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Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung
Lesezeit:
1–2 MinutenDie Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung wurde 2006 von der Künstlerin Ursula Mattheuer-Neustädt ins Leben gerufen, um das künstlerische Erbe ihres verstorbenen Ehemannes, des renommierten Malers und Grafikers Wolfgang Mattheuer, zu bewahren. Die Stiftung hat ihren Sitz in Leipzig, im ehemaligen Wohn- und Arbeitshaus des Künstlerpaares in der Hauptmannstraße 1. Ziel der Stiftung ist…
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Safiye Can – Aussicht auf Leben und Gleichberechtigung
Lesezeit:
2–3 MinutenDas Gedicht im Wortlaut (gekürzt):„Frauen / kauft von Frauen / lest von Frauen // […] / bildet eine Faust / werdet laut! // […] / Die Welt muss lila werden.“ Entnommen dem Lyrikband Poesie und PANDEMIE von Safiya Can | Wallstein Verlag 2021 Was steht da?Die Autorin richtet sich in direkter Ansprache an Frauen. In…
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Atlantis lokalisieren – Nathalie Schmid
Lesezeit:
3–4 MinutenLektüreNotizen | Der Titel Atlantis lokalisieren klingt nach poetischem Forschungsauftrag. Dieses ‚Lokalisieren‘ meint weniger eine geografische Suche als einen schöpferischen Akt, der sich in Lyrik, Kunst und jeder anderen Form der Kreation vollzieht – und dessen Scheitern bereits einkalkuliert. Atlantis: ein Ort, der in Legenden existiert, in Spekulationen, in Wunschbildern. Ein Ort, der verschollen ist,…
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Jörn Peter Budesheim
Lesezeit:
1–2 MinutenIn der WORTSCHAU 43 bin ich auf Arbeiten von Jörn Peter Budesheim gestoßen. Besonders auffällig ist dabei, wie er in seinen Zeichnungen mit verschiedenen Ebenen arbeitet. Sie erschließen sich nicht sofort, sondern fordern dazu auf, gelesen zu werden – Schicht für Schicht. Und das passt gut zu diesen Gedichten. 1960 in Marburg geboren, arbeitete Budesheim…
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starr vor glück
Lesezeit:
3–4 MinutenAnnähernd gelesen | Dieses Gedicht hat Ille Chamier bei der Poetischen Begegnung (12) mit Hans Thill zum Abschluss vorgetragen. Abgedruckt wurde es in Tagtexte und Bekannt trifft Unbekannt – Ed. 2 1. „ich wurde wach“ Das Gedicht beginnt mit dem Erwachen – also ein Moment zwischen Schlaf und Wachsein. Kein normales „Ich wachte auf“, sondern:…
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Der russische Zauberer Evgeni Shmarlovski
Lesezeit:
1–2 MinutenDas Gedicht „Der russische Zauberer, Zirkus Barum Nov. 2002“ von Ilse Chamier beschreibt eine faszinierende Zirkusszene: Ein Magier verwandelt einen luxuriösen Pelzmantel plötzlich in ein Gewimmel lebendiger Tiere. Diese ungewöhnliche Darstellung weckte meine Neugier – gab es diesen Künstler wirklich, oder war es reine Fiktion? Nach längerer Recherche stieß ich auf Evgeni Kuzmich Shmarlovski (Es…
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Zwei Sekunden europäisches Schweigen
Lesezeit:
2–3 MinutenAnnähernd gelesen | Ille Chamiers Gedicht „mit den andern am Meer“ aus Tegtexte. Das Gedicht mag in erster Linie eine sehr private Momentaufnahme sein,; dennoch lässt sich die Metapher vom ‚europäischen Schweigen‘ über die rein persönliche Ebene hinaus interpretieren. Indem ich die nationalen und historischen Hintergründe der vermuteten Protagonisten – die deutsche Autorin, ein Mensch…
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Der andere Mensch
Lesezeit:
2–3 MinutenIlle Chamier beschreibt Pina Bausch in SETZ DICH HIN UND LÄCHLE (1979) als jemand, „der bei sich selber bleibt und sich dabei rückhaltlos verausgabt“ – sie ist ganz bei sich und zugleich vollkommen offen für andere. Ihr Publikum sieht sie nicht als bloße Zuschauer, sondern als „der andere Mensch“, als Teil eines gemeinsamen Menschseins. Auch…
