Kategorie: Angeregte Dialoge

Literatur ist für mich weit mehr als reine Information und Unterhaltung – sie ist ein Quell der Inspiration und Anlass für lebendige Gespräche, sowohl innere als auch äußere. Anstatt in der stillen Rezeption zu verharren, nutze ich die Kraft der Texte, um mein eigenes Denken anzustoßen und neue Perspektiven zu gewinnen.

In dieser Rubrik versammle ich Arbeiten, die aus solchen Begegnungen entstanden sind – in Worten, Bildern, Tönen. Sie sind keine Rezensionen, sondern eigenständige Antworten: Spuren eines Dialogs, der zwischen den Zeilen stattfindet und nach verschiedenen Ausdrucksformen sucht.

  • Klaus Johannes Thies: Dekonstruktion im Schwimmbad

    Klaus Johannes Thies: Dekonstruktion im Schwimmbad

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Beim ersten Lesen von Klaus Johannes Thies Text „Im Schwimmbad mit Derrida“ stellt sich eine eigentümliche Ratlosigkeit ein. Was ist das? Ein Traumbericht? Eine philosophische Reflexion? Eine Alltagsbeobachtung? Der Text entzieht sich jeder eindeutigen Zuordnung – und genau darin liegt sein Geheimnis. Denn Thies schreibt nicht über Derridas Dekonstruktivismus, er vollzieht ihn. Das Verschwimmen der…

  • Sophia und die Eisheiligen: Zwischen Bauernregel und Heiligenlegende

    Sophia und die Eisheiligen: Zwischen Bauernregel und Heiligenlegende

    Lesezeit:

    7–10 Minuten

    Ausgangspunkt für diesen Text ist die Lektüre des Gedichtes die namen der eisheiligen von Nathalie Schmid. Sophia: Ein Gedicht über verlorene Gewissheiten War sie jung oder alt, aus Rom oder Mailand?Starb sie unter Diokletian oder früher, unbekannt?Hatte sie drei Töchter mit Namen wie Gebet –Pistis, Elpis, Agape – oder war das eine, die daneben steht?…

  • Brief ans Ungesagte – An die Leerstellen schreiben

    Brief ans Ungesagte – An die Leerstellen schreiben

    Lesezeit:

    6–9 Minuten

    Nathalie Schmid: „die namen der eisheiligen“ Aus: Atlantis lokalisieren (Gedichte), Wolfbach Verlag, Zürich 2011 Gedichte leben von dem, was sie verschweigen. Von den Figuren, die keinen Namen bekommen. Von den Bewegungen, die abbrechen. Von dem, was „noch zart und ohne worte war“ und dann fort ist. Die dritte Methode richtet sich an diese Leerstellen. Ich…

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