Kategorie: Hansjörg Schertenleib – Der Antiquar

  • Karten zeichnen wie früher — ein Versuch

    Karten zeichnen wie früher — ein Versuch

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    In Hansjörg Schertenleibs Erzählung Der Antiquar gibt es eine Stelle, an der der Protagonist als Kind einen See kartiert. Mit eigenen Mitteln, aus eigener Anschauung. Diese Stelle hat mich nicht losgelassen.Vor Satelliten und Luftbildern kannte man Gelände nur von unten. Man ist es abgegangen, hat gezählt, geschätzt, gezeichnet. Die Karte war kein Abbild — sie…

  • Portolankarten als literarische Rätsel

    Portolankarten als literarische Rätsel

    Lesezeit:

    8–12 Minuten

    „Warum ist es, dass wir uns von den Linien, die die Menschen einst um sich und durch die Gegend gezogen haben, so sehr angezogen fühlen?“ – diese Frage W.G. Sebalds steht über jeder Portolankarte. Die mittelalterlichen Seekarten zeigen Küsten und Häfen mit einer Genauigkeit, deren Verfahren bis heute ungeklärt ist. Der Essay erkundet dieses Rätsel…

  • Shōbōgenzō bei Hansjörg Schertenleib

    Shōbōgenzō bei Hansjörg Schertenleib

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    „Der Weg vollendet sich. Der Schnee fällt in tausend Flocken. Mehrere Rollen blauer Berge sind gemalt worden.“ – Shōbōgenzō Hansjörg Schertenleib | Der Antiquar Ich dachte erst, das sei ein Haiku. Die Kürze, das Naturbild, diese Ruhe – es wirkte wie ein dreizeiliges japanisches Gedicht. Aber etwas stimmte nicht. Die Form passte nicht, und der…

  • Über das Chorsingen

    Über das Chorsingen

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    Hansjörg Schertenleib führt in seiner Erzählung „Der Antiquar“ die Figur des Fabrikanten Hermann Hotz ein, der im Chor singt. Eine Randbemerkung, beiläufig. Dennoch: Zum ersten Mal begegnete mir in einem literarischen Text jemand, der singt – nicht allein, nicht als Solist, sondern in der Gemeinschaft eines Chores. Da ich selbst im Chor singe, habe ich…

  • Hansjörg Schertenleib – Der Antiquar

    Hansjörg Schertenleib – Der Antiquar

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    «Er liebte es, im Lichte von Tischlampe und Globus über Landkarten zu sitzen und mit dem Zeigefinger neue Routen abzufahren. Hatte er sich in einer Hochebene verirrt, brauchte er bloß den Blick zu heben, um in die Wirklichkeit zurückzufinden. (…)” Seine Trauer bewältigte er in den eigenen vier Wänden, über Landkarten sitzend, da ihn die…

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