Kategorie: Angeregte Dialoge

Literatur ist für mich weit mehr als reine Information und Unterhaltung – sie ist ein Quell der Inspiration und Anlass für lebendige Gespräche, sowohl innere als auch äußere. Anstatt in der stillen Rezeption zu verharren, nutze ich die Kraft der Texte, um mein eigenes Denken anzustoßen und neue Perspektiven zu gewinnen.

In dieser Rubrik versammle ich Arbeiten, die aus solchen Begegnungen entstanden sind – in Worten, Bildern, Tönen. Sie sind keine Rezensionen, sondern eigenständige Antworten: Spuren eines Dialogs, der zwischen den Zeilen stattfindet und nach verschiedenen Ausdrucksformen sucht.

  • Er im Dialog mit Sandrines fragmentarischen Erinnerungen

    Er im Dialog mit Sandrines fragmentarischen Erinnerungen

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Sandrine, dein Atem ist Gänsedaunen. Meiner stockt beim Lesen, wird zu Stein in der Brust. Während du die kommenden Verheerungen spürst, taste ich mich an bereits vergangene heran. Deine Zeit friert in stehenden Gewässern – meine fließt linear fort, Datum für Datum, wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht. Vielleicht ist das der Unterschied. Du schreibst…

  • WORTSCHAU 43 – Es hört nie auf

    WORTSCHAU 43 – Es hört nie auf

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Diese Ausgabe des Literaturmagazins WORTSCHAU präsentiert sich als besonders lyrik-fokussierte Publikation mit Thomas Kunst als Hauptautor. Feridun Zaimoglu charakterisierte Kunst in seiner Kleist-Preis-Begründung als den „sprachbesessensten und herzverrücktesten deutschen Dichter unserer Zeit“ – eine durchaus plakative Zuschreibung, die der Leser selbst überprüfen kann. Kleine Einblicke in Thomas Kunsts Gedankenwelt | Der beigefügte Fragebogen gibt Einblicke…

  • Schief gewickelt, wie ich bin! – Herausgelesen

    Schief gewickelt, wie ich bin! – Herausgelesen

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Es ist unbefriedigend, etwas teilen zu wollen, was man nicht direkt zeigen kann. Wie in diesem Fall: „Schief gewickelt, wie ich bin!“ Frottage mit Zeichnung von Ille Chamier. Daher habe ich versucht festzuhalten was ich dem Bild entlockt habe: Falsche Schritte? Sie steht da, ein Knoten aus Linien und Schatten,geformt aus Plänen, die nie so…

  • Setz dich hin und lächle. Tanztheater von Pina Bausch

    Setz dich hin und lächle. Tanztheater von Pina Bausch

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Der Band „Setz dich hin und lächle. Tanztheater von Pina Bausch“ erschien 1979 im Prometh-Verlag in Köln. Auf 112 Seiten vereint er Schwarz-Weiß-Fotografien von Ulli Weiss mit Texten von Ille Chamier. Die Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der Pina Bausch das Tanztheater Wuppertal bereits seit sechs Jahren leitete und ihre Arbeiten international wahrgenommen wurden.…

  • Arien

    Arien

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Eine Annäherung basierend auf Ille Chamiers Text zum Stück. (s.u.) „Arien“ ist ein abendfüllendes Tanztheaterwerk von Pina Bausch, das 1979 uraufgeführt wurde. Grundlage war eine intensive Probenphase, in der das Ensemble über Improvisationen, spontane Szenenentwicklungen und das Kombinieren scheinbar unverbundener Elemente arbeitete.Ille Chamier, Autorin auch des Programmhefttextes, dokumentierte nicht nur die Fakten zur Produktion, sondern…

  • Guido Zernatto || Gebet

    Guido Zernatto || Gebet

    Lesezeit:

    4–6 Minuten

    Ich bete zu Gott, weil in seiner Hand Mein Sein ist, mein Leib, mein Gefühl, mein Verstand, Mein Hoffen, mein Trachten zu jeglicher Stund Und ohne ihn redet kein Wörtlein mein Mund. Ich bete zu Gott, weil das Firmament Kein Licht und kein Lebendsein ohne ihn kennt; Ohne ihn steigt kein Tag auf den Bergen…

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