Kategorie: Literaturbetrieb

  • Literaturbetrieb

    Literaturbetrieb

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    1–2 Minuten

    Literatur entsteht nicht im luftleeren Raum. Hinter jedem Buch steht ein Netzwerk: Autor:innen schreiben, Verleger:innen entscheiden, Gestalter:innen setzen um, Buchhändler:innen vermitteln. Diese Rubrik untersucht die Strukturen, die Texte möglich machen und sichtbar werden lassen. Es geht hier nicht um Rezensionen, sondern um die Produktionsbedingungen von Literatur. Welche Rolle spielen Kleinverlage im Vergleich zu großen Häusern?…

  • LiteraturMagazine – Kulturraum Elbe-Oder

    LiteraturMagazine – Kulturraum Elbe-Oder

    Ein besonderer Schwerpunkt meiner Lektüre liegt auf Literaturmagazinen aus der ehemaligen DDR. Viele dieser Zeitschriften existieren heute nicht mehr oder haben ihren institutionellen Rahmen verloren. Gerade deshalb sind sie für mich von besonderem Interesse. Nicht als historische Kuriositäten, sondern als Dokumente einer spezifischen literarischen Praxis, in der ästhetische Entscheidungen, politische Bedingungen und editorische Arbeit eng…

  • Michael Krüger – 02. Mai 2025

    Michael Krüger – 02. Mai 2025

    Warum müssen Tiere immer für uns herhalten? Michael Krüger hat in die horen #299 ein neues Gedicht veröffentlicht (datiert/betitelt 2. Mai 2025), und ich hab mich beim Lesen gefragt: Schwalben, Kuckuck, Gras, Wiese – sind das wieder Metaphern für Menschliches? Müssen die wirklich immer für was herhalten, womit sie nichts zu tun haben? Krüger, Jahrgang…

  • die horen: „Rezept für den täglichen Waldgang“ – Ausgabe 299

    die horen: „Rezept für den täglichen Waldgang“ – Ausgabe 299

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    1–2 Minuten

    Thema: Über Gewohnheiten wie diese Diese Ausgabe widmet sich dem Phänomen der Gewohnheiten im menschlichen Leben. Der Titel stammt von Jürgen Becker, der im November 2024 verstarb und sich zeitlebens intensiv mit Gewohnheiten auseinandersetzte. Die Herausgeber Dagmar Fretter und Christof Hamann haben über vierzig Schriftstellerinnen und Schriftsteller nach ihren persönlichen Gewohnheiten befragt. Das Heft untersucht,…

  • Klaus Johannes Thies: Eine Kerze für mich – Und ich gehe hinaus

    Klaus Johannes Thies: Eine Kerze für mich – Und ich gehe hinaus

    Klaus Johannes Thies hat eine Miniatur geschrieben, die von Tauben ausgeht und beim Sitzen endet. Der Text zeigt eine Beobachtung, die ins Stocken gerät. Tauben auf Zweigen, Fragen ohne Antworten. Dann kippt der Blick nach innen: Das Ich merkt, dass es selbst nur dasitzt. Am Ende ein kleines Ritual – Amen, Kerze – eine Markierung,…

  • Marina Büttner – Notizen, Selbstgespräche

    Marina Büttner – Notizen, Selbstgespräche

    In der WORTSCHAU #44 bin ich auf ein Selbstgespräch von Marina Büttner gestoßen: „In einem vorherigen Leben war ich eine Reisende.“ Reflektierende Notizen um das Reisen – das innere wie das räumliche, um Bewegung und Stillstand, um Erinnerung und Verlust. Etwas in diesem Satz resonierte, ohne dass ich sofort hätte sagen können, warum. Eine erste…

  • Akzente – Spielräume

    Akzente – Spielräume

    Wie gehen Schriftstellerinnen und Dichter mit dem Begriff des Spielraums um? Wie ein Architekt? Eine bildende Künstlerin? Ein Geflüchteter? Ein Theatermann? Eine Komponistin? Eine Übersetzerin? Ein Literaturwissenschaftler? Ein Literaturhistoriker? Diese Fragen stellt Dagmar Leupold in ihrem Vorwort zur Ausgabe 02/2022 der Literaturzeitschrift Akzente, die den Titel „Spielräume“ trägt. Als Ausgangspunkt nimmt sie die Definition von…

  • WORTSCHAU Nr. 44 – Selbstgespräch

    WORTSCHAU Nr. 44 – Selbstgespräch

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    2–3 Minuten

    Die 44. Ausgabe 2025 der WORTSCHAU widmet sich dem Thema Selbstgespräch und fragt nach der künstlerischen Darstellung des eigenen inneren Erlebens. Die Herausgeber Johanna Hansen und Wolfgang Allinger haben aus über 200 Einreichungen eine vielstimmige Auswahl getroffen, die das Selbstgespräch in seinen unterschiedlichsten literarischen Formen erkundet – von lyrischen Reflexionen bis zu autofiktionalen Erzählungen. Hauptautorin…

  • Martin Maurach – Fünf Fragmente, fünf Türen

    Martin Maurach – Fünf Fragmente, fünf Türen

    Martin Maurach: Leben auf Geistes Schneide | Annähernd gelesen Fünf Zeilen die nicht als Gedicht nebeneinander stehen, sondern als ausgewählte Fragmente aus einer größeren Sammlung. Martin Maurach hat mir dankenswerterweise zur Entstehung geschrieben: Die Redaktion der „Konzepte“ hat aus seinen Prosafragmenten diese fünf ausgewählt und montiert. Der Text ist damit weniger als geschlossene Einheit zu…

  • Elisabeth Wesuls – Sich einlassen auf das Langwierige

    Elisabeth Wesuls – Sich einlassen auf das Langwierige

    Entdeckt habe ich Elisabeth Wesuls in einer alten Ausgabe der ndl – neue deutsche literatur. In Heft 1 von 1981 fand sich ein Essay von ihr mit dem Titel „Sich einlassen auf das Langwierige“ über den Prozess des Schreibens sowie einige Gedichte. Ihre Metaphern fand ich interessant und wollte mehr lesen. So stieß ich auf…

  • Autobiografie als Spur

    Autobiografie als Spur

    Schreiben jenseits der Erinnerung I. Das Problem mit dem Erinnern Wenn Frank Witzel vom Erinnern als „diffuser und unzureichender Prämisse für das Schreiben“ spricht, meint er zunächst das aktive, willentliche Erinnern: Ich setze mich hin, rufe meine Vergangenheit ab, konstruiere aus Fragmenten eine Geschichte. Dieses autobiografische Schreiben ist Arbeit am Material der Erinnerung – Auswahl,…

  • Schreiben im reinen Präsens. Ein Experiment nach Frank Witzel

    Schreiben im reinen Präsens. Ein Experiment nach Frank Witzel

    Frank Witzel beginnt seinen Text über vergessene, verkannte und verschollene Autoren mit einem Eingeständnis: Der Vorgang des Erinnerns, obwohl er sein gesamtes literarisches Schaffen zu durchziehen scheint, erscheint ihm als „diffuse und unzureichende Prämisse für das Schreiben“. Was auf den ersten Blick wie eine Selbstkritik klingt, entpuppt sich als radikale Sehnsucht nach einem anderen Schreiben…

  • Ulrike Almut Sandig

    Ulrike Almut Sandig

    Eine biografische Skizze | Ulrike Almut Sandig wurde 1979 in Großenhain in der DDR geboren und wuchs in der sächsischen Kleinstadt Riesa auf. Sie gehört zu jener Generation deutschsprachiger Autorinnen, die ihre Kindheit noch in der DDR verbrachten und ihre literarische Sozialisation nach der Wende erfuhren. Diese biografische Verortung zwischen zwei deutschen Staaten und Systemen…

  • Olga Benario Prestes: Literarisches Porträt und  Nachleben

    Olga Benario Prestes: Literarisches Porträt und Nachleben

    Tätigkeit als Autorin | Olga Benario verfasste 1929 in Moskau die Schrift „Berlinskaja komsomolija“ (Der Berliner kommunistische Jugendverband), die auf Russisch erschien. 2023 erschien dieser Text erstmals auf Deutsch unter dem Titel „Berliner Kommunistische Jugend“ in deutscher Übersetzung von Kristine Listau beim Verbrecher Verlag. Das Werk beschreibt den Alltag der Kommunistischen Jugend in Berlin-Neukölln mit…

  • Ein Zimmer für sich allein

    Ein Zimmer für sich allein

    Eine Begegnung mit Virginia Woolf über Umwege – Ausgangspunkt: Eine Lithographie von Wolfgang Mattheuer Manchmal führen merkwürdige Wege zu einem Text. In meinem Fall begann es mit einer Lithographie des DDR-Künstlers Wolfgang Mattheuer in dem Band „Äußerungen“. Zu finden ist der Druck vor dem ersten Texteintrag, trägt den Titel „Abendliches Studium“ und stammt aus dem…

  • Valerie Zichy

    Valerie Zichy

    Valerie Zichy wurde 2002 geboren und ist eine österreichische Autorin, die an der Universität für angewandte Kunst in Wien Sprachkunst und Philosophie studiert hat. Sie gehört zu einer neuen Generation literarischer Stimmen, die sich in den letzten Jahren in der Wiener Literaturszene etabliert haben. Literarisches Schaffen Zichy schreibt eine Mischung aus Prosa und Lyrik, die…

  • Dialog über Hermetik und Zugänglichkeit in der Lyrik

    Dialog über Hermetik und Zugänglichkeit in der Lyrik

    Ein Nachtrag zur WORTSCHAU Nr. 43 | Mein kritischer Beitrag zur WORTSCHAU Nr. 43 hat auf Facebook eine bemerkenswert konstruktive Diskussion ausgelöst. Dass sich Herausgeber, Autorinnen und Autoren die Zeit genommen haben, auf meine Fragen einzugehen, freut mich sehr – und zeigt, dass die Spannung zwischen Hermetik und Zugänglichkeit keine einseitige Irritation ist, sondern ein…

  • Schreibheft – Ausgabe 100

    Schreibheft – Ausgabe 100

    Schreibheft. Zeitschrift für Literatur ist eine deutschsprachige Literaturzeitschrift, die seit Jahrzehnten erscheint. Sie wird von Norbert Wehr herausgegeben und im Rigodon Verlag in Essen verlegt. Redaktionelles Profil | Die Zeitschrift arbeitet mit längeren Essayformaten und thematischen Schwerpunkten. Jede Ausgabe versammelt sich um einen inhaltlichen Kern. Das redaktionelle Programm umfasst: Die Zeitschrift richtet sich an ein…

  • Annette Hagemann: ARTIST

    Annette Hagemann: ARTIST

    Der Künstler als Versuchsanordnung und Schaustück? Auf den ersten Blick scheint Annette Hagemanns Gedicht ARTIST ein feines, fast ehrfürchtiges Porträt eines schöpferischen Menschen zu sein – eines, der sich einen Raum erbittet, um seine Arbeit zu tun: „Du hattest um den Geheimnisraum gebeten, das Innere des Turms ein leuchtender Lichthof …“ Ein Bild der Sammlung,…

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