Hansjörg Schertenleib – Das Regenorchester

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1–2 Minuten

Nachdem seine Frau ihn verlassen hat, lebt ein Schriftsteller um die fünfzig allein in seinem Haus in Irland. Nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch ist er aus seinem bisherigen Arbeits- und Lebensrhythmus gefallen. Körperlich eingeschränkt, verbringt er seine Tage mit Spaziergängen, Beobachtungen und Erinnerungen.

In dieser Situation begegnet er Niamh, einer sechzigjährigen Irin, die ihn bittet, zum Chronisten ihres Lebens zu werden. In Gesprächen erzählt sie von ihrer verlorenen Liebe und von einem Irland, das in dieser Form nicht mehr existiert. Daneben prägen Begegnungen mit Freunden und Menschen aus seinem Umfeld den Alltag des Erzählers.

Der Roman bewegt sich zwischen Gegenwart und Rückblick. Erinnerungen an Kindheit, frühere Beziehungen und Lebensentscheidungen stehen neben alltäglichen Situationen sowie Gedanken über den eigenen Körper, das Älterwerden und das Schreiben. Reisen und Ortswechsel strukturieren den Text lose.

Der Roman ist episodisch angelegt und folgt der Wahrnehmung und dem Denken des Erzählers. Er entwickelt sich aus Momenten, Beobachtungen und Gesprächen und verzichtet auf eine durchgehende äußere Handlung.


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