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setz dich hin und lächle

Setz dich hin und lächle. Tanztheater von Pina Bausch bietet einen dokumentarischen Einblick in das bahnbrechende Werk von Pina Bausch aus den 1970er Jahren. Es erschien 1979 im Prometh-Verlag in Köln und ist mit seinen 112 Seiten nicht nur ein Fotobuch, sondern ein visuelles Zeugnis der frühen Schaffensphase des Tanztheater Wuppertal.

Herausgegeben zu einer Zeit, als Pina Bausch international bereits etabliert war, fängt der Band die ästhetische Welt ihrer Aufführungen ein. Die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien stammen von Ulli Weiss, während die Autorin Ille Chamier durch ihre begleitenden Texte den Stücken eine narrative Struktur und einen reflektierenden Kontext verleiht. Der Titel des Buches selbst ist dem Begleittext zu Bauschs Stück „Kontakthof“ entnommen.

Setz dich hin und lächle. Tanztheater von Pina Bausch. Ille Chamier - Texte
Cover – Prometh Verlag 1979

Das Werk dokumentiert Produktionen, die zwischen 1976 und 1978 entstanden sind und die den unverwechselbaren Stil des Tanztheaters von Pina Bausch prägten. Dazu gehören unter anderem „Die sieben Todsünden der Kleinbürger“, „Blaubart – beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper ‘Herzog Blaubarts Burg’“, „Komm tanz mit mir“, „Café Müller“ und „Kontakthof“. Eine Besonderheit ist die Erwähnung der Macbeth-Adaption „Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen“, die in Zusammenarbeit mit den Wuppertaler Bühnen am Schauspielhaus Bochum entstand.

Alle in diesem Band dokumentierten Wuppertaler Produktionen zeichnen sich durch die enge Zusammenarbeit von Pina Bausch mit Rolf Borzik aus, der für Bühne, Kostüme und Maske verantwortlich war. Borzik prägte maßgeblich die visuelle Identität dieser Stücke.

Das Buch vermittelt durch die kraftvollen s/w-Bilder von Ulli Weiss und die klugen Texte von Ille Chamier die emotionale Essenz, Körperlichkeit und poetische Kraft von Pina Bauschs Aufführungen. Es stellt damit ein relevantes Abbild des modernen Tanzes dar. Diese Einschätzung stammt übrigens nicht von mir, da ich zu wenig vom Tanztheater verstehe. Sie wurde mir (auf Nachfrage) von Herrn Brömmer – Portier eines Hotels im Taunus – anvertraut, den ich sehr schätze und der mich vor Jahren zur Ballettaufführung einer amerikanischen Choreografin eingeladen hat.


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