Kategorie: Ille Chamier – Spurensuche

  • Werk & Leben – Eine Dokumentation

    Werk & Leben – Eine Dokumentation

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    „Viele Begabungen, viele Ansätze, viele Orte, viele Kinder – wohin man bei man bei Ille Chamier blickt, ist Fülle.“ (Lore Schaumann) Die biografischen Informationen zu Ille Chamier sind begrenzt. Diese Seite dokumentiert, was aus Publikationen, Autorenporträts und ihren eigenen Texten bekannt ist. Biografische Eckdaten 1937 – Geboren in Uedem am Niederrhein. Vater: Landarzt, schrieb „im…

  • Ille Chamier – Rosestock Holderblüh

    Ille Chamier – Rosestock Holderblüh

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Ille Chamiers Gedicht Rosestock Holderblüh verdichtet ihre Kindheitserinnerungen an den Zweiten Weltkrieg zu einer poetischen Collage aus Trauma und Überlebenspoesie. Geboren 1937, erlebte sie die Bombennächte um 1943 – als Sechsjährige – in unmittelbarer existenzieller Bedrohung, wie die Zeilen „horchte ich nach den Bombengeschwadern“ bezeugen. Die Szene der zersplitterten Fenster („Scherben lagen ums Gitterbett“) neben der unverletzten Schwester offenbart…

  • margueriten – Norbert Hummelt

    margueriten – Norbert Hummelt

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Das Gedicht als transgenerationale Übersetzungsarbeit? Eine Annäherung | In „margueriten“ rekonstruiert Norbert Hummelt nicht einfach die Erinnerungen seiner Mutter an den Zweiten Weltkrieg – er macht den Prozess der Rekonstruktion selbst zum Thema. Das lyrische Ich (als nachgeborener Sohn) wird zum Archäologen mütterlicher Erfahrungen, die nur fragmenthaft überliefert sind: in abgebrochenen Sätzen, verweigerten Liedern und weggelegten…

  • Bekannt trifft Unbekannt – Ed. 2

    Bekannt trifft Unbekannt – Ed. 2

    Lesezeit:

    4–5 Minuten

    LektüreNotizen | Aufmerksam geworden bin ich auf diese Reihe durch meine Recherchen, Texte von Ille Chamier zu finden. Daher stehen ihre Lesung und das Gespräch mit Norbert Hummelt – moderiert von Frauke Tomczak – im Vordergrund. Klappentext: Bei der Edition handelt es sich um einen Tonmitschnitt der vierteiligen Lyrikreihe BEKANNT TRIFFT UNBEKANNT, die vom Dezember…

  • Wurde das Wasser gebogen?

    Wurde das Wasser gebogen?

    Lesezeit:

    2–4 Minuten

    Annähernd gelesen 2 | Das Gedicht o. T. – beginnend mit der Strophe  „Ich habe das Wasser gebogen“ – entfaltet sich als dichte, bildgewaltige Parabel über Macht, Ohnmacht und die Grenzen menschlicher Kontrolle. Je nach Lesart lassen sich naturmythische, psychologische, existenzielle und sogar politische Ebenen erschließen. Im Zentrum steht das Scheitern des lyrischen Ichs im Kampf gegen das Wasser –…

  • Diese Bildsprache flutet mich

    Diese Bildsprache flutet mich

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Annähernd gelesen 1 | Diese Gedicht ohne Titel – „Ich habe das Wasser gebogen“  – beschreibt in meiner Wahrnehmung einen Machtkampf bzw. eine wechselhafte Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und dem Element Wasser. Wobei ich denke, dass das Wasser Platzhalter ist.  Eine Annäherung an die einzelnen Bilder: 1. Strophe: Das „Biegen“ des Wassers „Ich habe…

  • Kirstin Warschau und Ille Chamier

    Kirstin Warschau und Ille Chamier

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    LektüreNotizen | Das Zündblättchen #32 beinhaltet die Kurzgeschichte „Tropisches Wasser“ von Kirstin Warschau. Ille Chamier illustriert den Text mit drei Frottagen. Entnommen sind sie dem Band “ Tu vois“ – Bildlegenden – Handedition Textille, 2006. [Textille – ein schönes Wortspiel] Bisher kannte ich Frottagen nur von Max Ernst oder Manfred Butzmann. Sie geht einen Schritt…

  • Der eine Satz

    Der eine Satz

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Annäherung an Ille Chamiers „das kaputte Salzfaß wird behandelt wie ein heiliger Topf“ Manchmal ist es ein einziger Satz, der innehalten lässt, irritiert und zum Nachfassen einlädt. Ille Chamiers Zeile „das kaputte Salzfaß wird behandelt wie ein heiliger Topf“ aus ihrem 1980 erschienenen Lyrikband Tagtexte ist so ein Fall. Beim ersten Lesen habe ich mich…

  • Ille Chamier – Lied 76

    Ille Chamier – Lied 76

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Eine Annäherung | Ille Chamiers Gedicht „Lied 76“ aus den 1970er Jahren erzählt von einer Frau, die zwischen patriarchalen Erwartungen und eigener Ohnmacht gefangen ist. Ihr Mann schickt sie mit dem unmöglichen Auftrag aufs Feld, „Stroh zu Gold zu spinnen“ – eine bittere Anspielung auf das Rumpelstilzchen-Märchen. Doch anders als im Märchen gibt es hier…

error: Content is protected !!