Kategorie: LektüreNotizen
Inspiriert von der Praxis des Lesetagebuchs, nutze ich unterschiedliche Formen, um diesen Prozess abzubilden: Skizzen verorten plötzliche Einsichten, Töne halten die Stimmung einer Passage fest, Filme fangen Bewegung ein, wo Worte erstarrten. Form follows function – denn nur so lässt sich erfassen, was beim Lesen geschieht: ein Dialog, der nicht endet.
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Valérys Platane: Ein Baum, der mehr ist als nur Holz und Blätter
Lesezeit:
5–7 MinutenPaul Valérys Gedicht „An die Platane“ ist im Grunde eine tiefe Nachdenklichkeit über das Leben, unsere Grenzen und das, wonach wir uns sehnen. Er nimmt die Platane als Beispiel, um uns etwas über uns selbst zu erzählen. Am Anfang steht die Platane da, nackt und weiß, wie ein junger Mensch. Aber sie ist nicht ganz…
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Das erste Buch: Eine Anthologie über literarische Debüts
Lesezeit:
2–3 MinutenRenatus Deckerts „Das erste Buch. Schriftsteller über ihr literarisches Debüt“, erschienen 2007 im Suhrkamp Verlag, ist eine Anthologie, die sich der Bedeutung des ersten veröffentlichten Werks von Autoren widmet. Für dieses Projekt bat Deckert fast einhundert deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller, ihre Gedanken und Erfahrungen zu ihrem Debüt in einem Text zu formulieren, oft Jahrzehnte nach…
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Günter Abramowski & Maria Fernanda Chaparro
Lesezeit:
1–2 Minuten2006 erschien die Ausgabe #15 mit dem Lyriker Günter Abramowski und der in Dresden lebenden Plastikerin Maria Fernanda Chaparro, die die Gedichte mit drei Bleistiftzeichnungen begleitet. Annähernd gelesen | Maria Fernanda Chaparro | 1972in Sagamoso, Kolumbien geboren, seit 2001 freischaffende Künstlerin lebt in Dresden und in der Schweiz (Stand 2006). Sie war 2003 – 2005…
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Kirstin Warschau und Ille Chamier
Lesezeit:
1–2 MinutenLektüreNotizen | Das Zündblättchen #32 beinhaltet die Kurzgeschichte „Tropisches Wasser“ von Kirstin Warschau. Ille Chamier illustriert den Text mit drei Frottagen. Entnommen sind sie dem Band “ Tu vois“ – Bildlegenden – Handedition Textille, 2006. [Textille – ein schönes Wortspiel] Bisher kannte ich Frottagen nur von Max Ernst oder Manfred Butzmann. Sie geht einen Schritt…
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siebenunddreißig geboren
Lesezeit:
3–5 MinutenAnnähernd gelesen | Das Gedicht verdichtet die existenzielle Erfahrung eines Kindes, das 1937 in eine vom Krieg geprägte Welt geboren wird. Schon die nüchterne Eröffnung „siebenunddreißig geboren“ verankert die Verse historisch – eine Generation, deren Kindheit von Bombennächten und Bunkern überschattet war. Die wiederholte Betonung „ich kam auf die Welt“ unterstreicht nicht nur das Wunder des Lebens, sondern auch…
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aber das kaputte Salzfaß
Lesezeit:
2–3 MinutenEine Annäherung | Dieses Gedicht erzählt eine Geschichte, die von einem rätselhaften Bild lebt: dem kaputten Salzfass. Es ist zerbrochen, hält nichts mehr, und doch wird es immer wieder gefüllt. Salz selbst ist ja seit jeher ein Symbol für das Lebensnotwendige – es würzt unser Essen, konserviert, und die Redewendung vom „Salz der Erde“ spricht…
