Das Wort lefargen habe ich bei der Lektüre des Wochenblattes “Jüdische Allgemeine” entdeckt. Adi Farjon [Diplomatin & Sprecherin der israelischen Botschaft in Berlin] nutze es in einem Beitrag zum Film Wonder Woman mit der Schauspielerin Gal Gadot. Sie schreibt dazu: “Es bedeutet, einer anderen Person ihren Erfolg zu gönnen.”

Im Hebräischen gibt es das Wort לפרגן le-fargen. Es ist aus dem Jiddischen übernommen worden und wenn man sich die Buchstaben genauer anschaut, erkennt man das deutsche Wort fergenen [Vergoennen] darin. Man weiß nicht genau, wo es ursprünglich herkommt, habe ich mir sagen lassen.

le-fargen wird entsprechend der hebräisches Grammatik benutzt, dh. durch unterschiedliche Aussprache und Zusatzbuchstaben lässt sich erkennen, ob ein Mann oder eine Frau das Wort benutzt , ob es in der Zukunft oder Vergangenheit benutzt wird zum Beispiel wir goennen – anachnu mefargenim.

[grey_box]Am Rande: jiddisch ist eine Mischsprache mit deutschen, slawischen und hebräischen Wurzeln und wird mit hebräischen Buchstaben geschrieben.[/grey_box]

 

Oliver Simon

Oliver Simon - Jahrgang '67. Ich lebe in Bleckede nahe Lüneburg. Beruflich habe ich so manches probiert und studiert; insbesondere als selbstständiger Gastronom, als Kaufmann mit einem Teeladen, war Dozent & Coach in der Erwachsenenbildung. Aktuell bin ich freiberuflich Webentwickler (u.a. für Werbeagenturen als "fester Freier"), studiere Kulturwissenschaften an der Fernuni Hagen und bin Blogger. #Kontakt#