Wisława Szymborska – Die Gedichte

„… Um die Dichter steht es schlechter. Ihre Arbeit ist hoffnungslos unfotogen. Da sitzt jemand am Tisch oder liegt auf dem Sofa, starrt unablässig an die Wand oder die Decke, schreibt von Zeit zu Zeit sieben Zeilen, von denen er nach einer Viertelstunde eine streicht, und wieder vergeht eine Stunde, und es geschieht nichts… Welcher Zuschauer hielte es aus, dem zuzusehen? “ – Wisława Szymborska in ihrer Dankesrede zur Verleihung des Literaturnobelpreises. (Aus dem Polnischen übertragen von Ursula Kiermeier)

Wisława Szymborska (1923–2012) war eine polnische Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin. Sie veröffentlichte ab den 1950er-Jahren zahlreiche Gedichtbände und erhielt 1996 den Literaturnobelpreis. Ihr Werk umfasst Gedichte, Prosatexte und Miniaturen, die sich zwischen Alltag, Beobachtung und existenziellen Fragen bewegen.

Der vorliegende Band ist eine deutschsprachige Gedichtauswahl in einer Brigitte-Edition, erlesen von Elke Heidenreich. Die Auswahl – herausgegeben von Karl Dedecius – vereint Texte aus verschiedenen Schaffensphasen in einem kompakten Sammelband, ohne chronologische Ordnung oder systematische Gliederung.

Obwohl Szymborska weithin bekannt ist (1996 erhielt sie den LiteraturNobelpreis) und viel über sie geschrieben wurde, dienen diese Lektürenotizen nicht der Einordnung oder Bewertung. Sie entstehen aus der direkten Begegnung mit den Gedichten, aus dem aktiven Lesen, Beobachten und Nachspüren von Themen, Motiven und Formexperimenten. Die Notizen dokumentieren, was beim Lesen auffällt, Fragen, Assoziationen und Rechercheanlässe – ein Zugang, der offen bleibt und die Texte in ihrer eigenen Sprache und Wirkung erfahrbar macht.

Wislawa Szymborska – Die Gedichte. Brigitte-Edition Band 12  – 2006 
Karl Dedecius (Herausgeber, Übersetzer), Wislawa Szymborska (Autor), Dankesrede zur Verleihung des Literaturnobelpreises aus dem Polnischen übertragen von Ursula Kiermeier


LektüreNotizen

…wird fortgesetzt.

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