Kategorie: LektüreNotizen

Inspiriert von der Praxis des Lesetagebuchs, nutze ich unterschiedliche Formen, um diesen Prozess abzubilden: Skizzen verorten plötzliche Einsichten, Töne halten die Stimmung einer Passage fest, Filme fangen Bewegung ein, wo Worte erstarrten. Form follows function – denn nur so lässt sich erfassen, was beim Lesen geschieht: ein Dialog, der nicht endet.

  • Seume – Müller – Delius

    Seume – Müller – Delius

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Ich habe das Buch gelesen. F.C. Delius, Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus. Eine Erzählung, die gut läuft, linear, klar. Und trotzdem blieb etwas hängen – ein leises Unbehagen, das ich lange nicht greifen konnte. Der Umweg kam über einen Podcast. Jan Josef Liefers, aufgewachsen in Dresden, sagt sinngemäß: Wer in der DDR groß geworden…

  • Ob Irgendwas

    Ob Irgendwas

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    Von Holzarbeitern stehengelassen verharrt ein Baumrest auf der Lichtung. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Der Blick vom Moos in Schulterhöhe hin zu den Verwerfungen — ein Gesicht, das bekannt erscheint. Blicke in alle Richtungen. Ob ein Tier. Ob irgendetwas. Dieses langsame holzene Zurechtrücken im Dunkeln. Weitere Lyrik

  • trübe

    trübe

    Lesezeit:

    1–2 Minuten

    es ist als trüge sieden schönsten dunkelgrauenhosenanzugschlagbaumin den taschen und ich bleibe weiß hände in bewegungdas dunkle trübt sich Dieses Gedicht ist entstanden, weil ich mich verlesen hatte. Das Aquarell folgte beim Versuch, das Trüben des Dunkelgrau zu sehen.

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