Kategorie: Angeregte Dialoge

Literatur ist für mich weit mehr als reine Information und Unterhaltung – sie ist ein Quell der Inspiration und Anlass für lebendige Gespräche, sowohl innere als auch äußere. Anstatt in der stillen Rezeption zu verharren, nutze ich die Kraft der Texte, um mein eigenes Denken anzustoßen und neue Perspektiven zu gewinnen.

In dieser Rubrik versammle ich Arbeiten, die aus solchen Begegnungen entstanden sind – in Worten, Bildern, Tönen. Sie sind keine Rezensionen, sondern eigenständige Antworten: Spuren eines Dialogs, der zwischen den Zeilen stattfindet und nach verschiedenen Ausdrucksformen sucht.

  • Nathalie Schmid: der geschmack von kartoffeln

    Nathalie Schmid: der geschmack von kartoffeln

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Nathalie Schmids Gedicht „der geschmack von kartoffeln“ porträtiert „einen schlag von frauen“ durch eine Collage körperlicher und alltäglicher Details, die auf den ersten Blick schlicht dokumentarisch wirken. Doch zwischen den Zeilen entfaltet sie eine Dichte, die mich bekümmert: ein Leben, das nur noch rückblickend Bedeutung hat. Verschlossene Innenwelten Die Frauen des Gedichts zeigen sich in…

  • Marina Büttner – Notizen, Selbstgespräche

    Marina Büttner – Notizen, Selbstgespräche

    Lesezeit:

    8–12 Minuten

    In der WORTSCHAU #44 bin ich auf ein Selbstgespräch von Marina Büttner gestoßen: „In einem vorherigen Leben war ich eine Reisende.“ Reflektierende Notizen um das Reisen – das innere wie das räumliche, um Bewegung und Stillstand, um Erinnerung und Verlust. Etwas in diesem Satz resonierte, ohne dass ich sofort hätte sagen können, warum. Eine erste…

  • Eine andere Art zu erzählen – John Berger und Jean Mohr

    Eine andere Art zu erzählen – John Berger und Jean Mohr

    Lesezeit:

    3–4 Minuten

    Es gibt Bücher, die man liest, und es gibt Bücher, mit denen man arbeitet. „Eine andere Art zu erzählen“ gehört zur zweiten Kategorie. John Berger, der britische Schriftsteller und Kunstkritiker, und Jean Mohr, der Schweizer Fotograf, haben 1982 etwas geschaffen, das sich zwischen Essay, Bildband und Experiment bewegt – ein Buch, das die Frage stellt:…

  • Literatur aus Fotografien

    Literatur aus Fotografien

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Bei der Lektüre von John Bergers und Jean Mohrs Eine andere Art zu erzählen stellte sich mir eine Frage: Gibt es Literatur, die überwiegend aus Fotografien besteht – ähnlich wie Comics oder Graphic Novels ihre Geschichten in Bildern erzählen? (Damit meine ich nicht die Foto-Love-Story aus der Bravo die ich in meiner Jugend nicht las.)Die…

  • Katia Tangians Barsik

    Katia Tangians Barsik

    Lesezeit:

    2–3 Minuten

    Katia Tangians Cover für diese Ausgabe zeigt ein Foto aus den Achtzigern: ein Mann, der grimassiert, im Hintergrund Teile einer Stereoanlage. Ein Schnappschuss, wie es ihn tausendfach gibt. Der Text, der das Bild umfließt, erzählt von Barsik – einem Kater, der in der Nachbarschaft als bösartiges Mistvieh galt und ständig mit den anderen Katern auf…

  • Jane Wels – Bitte versuchen sie, …

    Jane Wels – Bitte versuchen sie, …

    Lesezeit:

    3–5 Minuten

    Annähernd gelesen | Zwischen Sprache, Ordnung und AuflösungJane Wels‘ Gedicht „Bitte versuchen Sie,“ ist ein Text über die Unmöglichkeit, gefasst zu werden – und zugleich ein Text, der sich selbst beim Versuch des Fassens beobachtet. Es spielt mit der Spannung zwischen Sprache und Identität, zwischen Ordnung und Auflösung, und ist dabei zugleich selbstreflexiv, ironisch und…

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