Frank Witzel hat in seinem Essay für das Schreibheft die Konturen dieser Figur nachgezeichnet: Autoren, die der Literaturbetrieb aufgegeben hat – durch ausbleibende Neuauflagen, durch Nicht-Kanonisierung, durch das Rauschen der Nachkriegszeit oder der Generationenwechsel. Autoren, die von der Öffentlichkeit fallengelassen wurden, nicht aus Qualitäts-, sondern aus Sichtbarkeitsgründen: zu leise, zu sperrig, zu unzeitgemäß für den jeweiligen Zeitgeist. Autoren, die politisch oder strukturell übergangen wurden – DDR-Stimmen nach 1990, migrantische oder diasporische Schriftsteller, die nie wirklich „angenommen“ wurden, Autorinnen, die institutionell keine Fürsorge erfuhren.
Diese Beobachtung möchte ich hier fortführen und erweitern. Ergänzt um weitere Quellen.
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